Tag der pflegenden und betreuenden Angehörigen

30.10.2020

Spitex und pflegende und betreuende Angehörige arbeiten zusammen

Anlässlich vom Tag der pflegenden und betreuenden Angehörigen erinnert die Spitex an die Situation der rund 600'000 Personen in der Schweiz, welche regelmässig für Angehörige, Freunde oder Nachbarn sorgen. Vielleicht gehören Sie dazu? Die meisten der angesprochenen Personen sind zwischen 40-80 Jahre alt, etwa 49’000 sind minderjährig. Mehr als die Hälfte betreut weniger als 10 Stunden pro Woche, ein Fünftel gibt einen Zeitaufwand von 10 bis 20 Stunden an, 10% betreuen 21 bis 40 Stunden wöchentlich und 8% sind pausenlos die erste Ansprechperson.

Die Spitex beobachtet oft wie Angehörige finanzielle und administrative Aufgaben sowie Koordinationsaufgaben übernehmen, aber auch Hilfe bei der Alltagsbewältigung, Haushaltführung und emotionale Unterstützung gewähren.

Das Gute ist: Die Mehrheit der Angehörigen bewältigt die Betreuungsaufgaben gemeinsam mit einer weiteren Person aus dem Umfeld. In gut der Hälfte der Situationen ist zudem eine Fachperson aus dem Gesundheitswesen involviert, beispielsweise wir von der ambulanten Pflege.

Das eigene Gesundheitsrisiko von pflegenden Angehörigen steigt durch die Doppelbelastung: Betreuende Angehörige berichten häufiger über eigene gesundheitliche Probleme, denn die körperliche und psychische Belastung ist hoch. Pflege und Betreuung mit dem Erwerbsleben zu kombinieren ist ein Kraftakt. Die finanzielle Situation stellt eine weitere Belastung dar. Auch wenn die eigene Freizeit oft zu kurz kommt, schildern pflegende und betreuende Angehörige ihre Arbeit häufig als befriedigend, beispielsweise weil Neues erlernt wird.

 

Die Spitex begleitet und entlastet Sie gerne bei Ihrer herausfordernden Aufgabe!

 

Die Spitex unterstützt und berät Klienten und ihr Umfeld bei der Pflege zu Hause. Ergänzend werden Hauswirtschafts- und Betreuungsleistungen zur Alltagsbewältigung eingesetzt. Der pflege- und hauswirtschaftliche Bedarf wird mit professionellen Instrumenten erhoben und mit geeigneten Massnahmen sollen der Erhalt der Fähigkeiten sowie die Selbstständigkeit gefördert werden, damit ein Leben in den eigenen vier Wänden so lange wie möglich für alle Beteiligten machbar ist. In komplexen Situationen übernimmt die Spitex den Lead und trägt zur Lösungsfindung bei. Wir betrachten unsere Klienten und ihr Umfeld ganzheitlich: Der Wunsch von unseren Klienten ist leitend, die Perspektive aller Beteiligten wird einbezogen.

 

Wenden Sie sich bei Fragen oder Sorgen über Veränderungen des Gesundheitszustandes – ob von Ihnen oder jemandem im Betreuungsnetz – an Ihre Spitexfachperson!

 

Am 30.Oktober, dem Tag der pflegenden und betreuenden Angehörigen, wünschen wir Ihnen einen ruhigen Tag und hoffen, dass Sie die Anerkennung für Ihren Einsatz, welcher von vielen Seiten ausgesprochen wird, hören und sich darüber freuen können.

 

Unterstützende Angebote für pflegende und betreuende Angehörige

Im Internet finden Sie im Sozialverzeichnis des Kantons viele verschiedene Dienste; dabei können Sie mit Stichworten und nach Gemeinde oder Bezirk ein passendes Angebot ermitteln.

 

Auf den Internetseiten von Alzheimer Uri / Schwyz, der Spitex, Pro Senectute Kanton Schwyz, SRK Kanton Schwyz sowie von Pro Infirmis Uri Schwyz Zug, Insieme Innerschwyz und Insieme Ausserschwyz finden Sie die Beratungs- und Entlastungsangebote der jeweiligen Fachorganisation. Für Menschen mit einer Beeinträchtigung bieten insbesondere die drei letztgenannten Organisationen fachgerechte Beratung, Begleitung und Entlastung sowie Austauschtreffen an.

 

In Altendorf und in Einsiedeln gibt es von der Pro Senectute Gesprächsgruppen für pflegende Angehörige. Ebenso organisiert das SRK Kanton Schwyz regelmässige Austauschtreffen für pflegende und betreuende Angehörige.

 

Von Alzheimer Uri/Schwyz gibt es zwei Angehörigengruppen (Brunnen und Küssnacht), die von geschulten Fachkräften mit spezifischen Kenntnissen zu Demenzerkrankungen und ihren Folgen gleitet werden.

 

Gesundheit Schwyz bietet viele Kontaktadressen bezüglich psychischer Gesundheit oder Selbsthilfegruppen.

 

Die Kantone Fribourg und Graubünden haben ausführliche Broschüren zum Thema der pflegenden und betreuenden Angehörigen erarbeitet. Darin finden Sie sehr viele nützliche Tipps und Anregungen rund um die Versorgung und Betreuung daheim, wie Sie bewusst mit der Belastung umgehen und achtsam im Umgang mit sich selbst und Ihren Gefühlen bleiben können.

 

Ein Film «Dich betreuen und mich beachten» - Pflegende Angehörige im Fokus (DVD) wurde von der Beratungsstelle LiA («Leben im Alter») am Zentrum für Gerontologie der Universität Zürich mit Dr. phil. Bettina Ugolini produziert und herausgegeben. Er richtet sich an pflegende Angehörige und soll einen Beitrag dazu leisten, die Lebensqualität dieser Menschen zu steigern und trotz sich immer wieder verändernder Umstände zu stabilisieren.

 

Der schweizweit aktive Verein Pro Aidants setzt sich für die Anliegen pflegender und betreuender Angehöriger ein und bietet Unterstützung in verschiedener Form an. So findet sich auf seiner homepage zum Beispiel ein Gesprächsforum oder es kann ein Notfallplan angefordert werden.

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