Tag der Kranken 2022: Existenziellen Fragen Raum geben

07.03.2022

Der diesjährige Tag der Kranken regte dazu an, sich mit der Frage nach einem lebenswerten Leben auseinanderzusetzen. Die Spitex Höfe leistet jeden Tag ihren Beitrag dazu.

In der Schweiz leiden 2,3 Millionen Menschen aller Altersstufen an einer chronischen Krankheit. Chronische Krankheiten und die damit verbunden Schmerzen beeinträchtigen die Lebensqualität und schränken im Alltag teils stark ein. Der diesjährige Tag der Kranken vom 6. März, der unter dem Motto «Lebe dein Leben» stand, nahm diese Tatsache zum Anlass, den Betroffenen Mut und Zuversicht zu schenken, sie aber auch zum Nachdenken anzuregen.

Selbstfürsorge walten lassen
Krisen, Krankheiten oder das nahende Lebensende: Solche Ereignisse führen oft dazu, dass sich Menschen vertieft mit ihrem Leben und ihren Bedürfnissen auseinandersetzen. Nicht immer ist es in solchen Situationen noch möglich, das zu leben und zu erleben, was man möchte. «Umso wichtiger ist es, sich frühzeitig grundlegende Fragen zu stellen», sagt Lars Huneke, Teamleiter Fachstelle Psychosoziale Betreuung der Spitex Höfe. «Was nährt und trägt mich im Leben? Was gibt meinem Leben Sinn?» Ein entscheidender Faktor bei der Beantwortung dieser Fragen sei die Qualität der Beziehungen zu anderen. «Kranke und beeinträchtigte Menschen brauchen eine gute Betreuung und Unterstützung in der richtigen Umgebung, damit das Leben ihnen Freude macht», weiss er. Aber auch die Liebe zu einem selbst sei wichtig. Dazu gehöre, dass man für sich selbst gut sorge, achtsam sei und den Alltag regelmässig entschleunige.Den Blick auf das Gute lenken
«Lebe dein Leben» bedeute jedoch nicht, ohne Rücksicht auf Verluste und andere den Alltag zu gestalten, so Huneke. Vielmehr gehe es um Lebensfreude und Selbstbestimmung. «Die Kunst besteht darin, die Krankheit und deren Einschränkungen zwar nicht aussen vor zu lassen, gleichzeitig aber den Blick von dem, was nicht mehr geht, auf das zu lenken, was noch geht, um die eigenen, vorhandenen Ressourcen zu aktivieren.» Huneke ist überzeugt: Wer sich die eigene Endlichkeit regelmässig vor Augen führt, ist eher dazu fähig, den Alltag mit relevanten Inhalten zu füllen und die richtigen Prioritäten zu setzen und damit auch nach langen Jahren des Leidens ein gutes Leben zu führen.

Blumen als Dankeschön
Im Rahmen ihrer Pflegeeinsätze ermutigen die Mitarbeitenden der Spitex Höfe ihre Klientinnen und Klienten regelmässig dazu, den Blick auch angesichts schwieriger Lebensumstände auf das Positive zu richten und sich im Rahmen der eigenen Möglichkeiten Gutes zu tun. Am diesjährigen Tag der Kranken führte die Spitex Höfe wie gewohnt eine Aktion durch. Die Mitarbeitenden überbrachten den Klientinnen und Klienten einen kleinen Aufsteller in Form eines Blumengrusses.

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