Spitex unter neuer Führung

02.06.2022

Präsidentin Claudia Räber übergab ihr Amt kürzlich an Christiane Kordeuter und Christian Heller.

Seit mehr als 20 Jahren ist die Spitex Höfe der regionale Partner für die Pflege und Betreuung in der Region Höfe. Klientinnen und Klienten in jeder Lebensphase werden betreut und gepflegt, damit sie zu Hause wohnen bleiben können. Das grosse Angebot an Dienstleistungen ermöglicht ihnen eine selbstbestimmte Lebensgestaltung und entlastet nahestehende Bezugspersonen. Mitte Mai fand im Restaurant Erlenmoos in Wollerau die Generalversammlung des Vereins statt. Claudia Räber trat nach 4 ½ Jahren als Präsidentin zurück. Ihr grosses Engagement wurde gebührend verdankt. In Räbers Fussstapfen treten Christiane Kordeuter und Christian Heller. Sie teilen sich das Amt in Form des Co-Präsidiums. Neu in den Vorstand gewählt wurde Katja Haibel. Die beiden bisherigen Vorstandsmitglieder Tim Dörflinger und Susann Knecht wurden für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt.

Glücklicherweise kein Aufnahmestopp
Corona führte im vergangenen Jahr in allen drei Höfner Gemeinden zu einem deutlich erhöhten Bedarf an Pflegeund Hauswirtschaftsleistungen. So leistete die Spitex Höfe rund 25 Prozent mehr Arbeitsstunden als noch im Jahr zuvor. Zusätzliches Personal dafür zu finden, war kein einfaches Unterfangen, spürt doch auch die Spitex Höfe den Mangel an Pflegefachkräften. Ein Aufnahmestopp für neue Klientinnen und Klienten konnte knapp vermieden werden. Die grosse Nachfrage nach den Dienstleistungen der Spitex Höfe widerspiegelt sich auch in den Zahlen.Die Jahresrechnung 2021 schliesst mit einem Aufwandüberschuss in der Höhe von rund 127 300 Franken. Auch das Budget 2022 rechnet mit einem Minus. Jahresrechnung und Budget wurden von der Versammlung diskussionslos genehmigt. Gleiches gilt für den Mitgliederbeitrag, der dieses Jahr unverändert bleibt. Auch das neue Spendenreglement, das die Verwendung von Mitgliederbeiträgen und Spenden regelt, wurde einstimmig angenommen.

Beliebte Fachstellen
Geschäftsführerin Claudia Günzel sprach in ihrem Rückblick von einem herausfordernden Jahr. Die erhöhte Nachfrage verlangte nicht nur die Rekrutierung von mehr Personal, es galt unter anderem auch, Prozesse neu zu definieren und zu optimieren. Besondere Erwähnung fanden der Wiederaufbau der Fachstelle Psychiatrie und der Aufbau der Fachstelle Demenz. Die Angebote der beiden Fachstellen werden von der Bevölkerung geschätzt und vermehrt in Anspruch genommen. Der Aufbau des Demenzteams konnte dank Spendengeldern zügig vorangetrieben werden. «Das zeigt, wie bedeutsam Spenden und Legate für uns sind», so Günzel. «Sie erlauben uns, gezielt Projekte umzusetzen.» Die Kleinkindberatung der Spitex Höfe war auch 2021 eine feste Institution. Das Personal vermochte den Kontakt mit Rat suchenden Eltern trotz Corona aufrechtzuerhalten und führte Beratungen auf Wunsch auch per Videochat durch.

Kontinuität gewährleisten
Im Vorfeld der GV hatte Andrea Mühlegg-Weibel, Leiterin des SonnweidCampus in Wetzikon, einer führenden Institution in der Betreuung von Menschen mit Demenz, ein Referat gehalten. Mühlegg erzählte aus dem Alltag mit demenzerkrankten Menschen und gab Einblick in schöne, aber auch herausfordernde Momente. «Menschlichkeit, Geduld und Vertrauen sind sehr wichtig bei der Betreuung», erklärte sie. Dies wurde auch seitens der Verantwortlichen der Fachstelle Demenz der Spitex Höfe bestätigt. Da die Spitex nicht täglich vor Ort ist, braucht es anfangs viel Vertrauensaufbauarbeit. Dies stellt die Spitex Höfe sicher, indem die Klienten möglichst immer von den gleichen Mitarbeitenden betreut werden, die sich gut untereinander absprechen. 

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