Geschäftsjahr 2020 Spitex Höfe

19.05.2021

Corona hat das Geschäftsjahr 2020 der Spitex Höfe geprägt. Das Fazit fällt trotz zahlreicher Herausforderungen positiv aus – dank eines flexiblen und routinierten Teams.

Die Zahlen für das Jahr 2020 liegen auf dem Tisch. Sie zeigen: Die Spitex Höfe hat das erste Corona-Jahr gut gemeistert. Der Verein steht finanziell auf soliden Beinen – vor allem auch dank wertvollen Spenden – und konnte den Betrieb jederzeit aufrechterhalten. «Nebst Pflege und Betreuung sorgten die Spitex-Mitarbeitenden letztes Jahr vor allem auch für sozialen Kontakt», so Vereinspräsidentin Claudia Räber. «Während des Lockdowns im Frühjahr waren sie für viele Klientinnen und Klienten eine wertvolle emotionale Stütze.»

SPITEX plus und Mahlzeitendienst hoch im Kurs
Coronabedingt kam es zu einer teilweisen Verschiebung der Bedürfnisse seitens der Klientinnen und Klienten. Während einige Spitex-Dienstleistungen weniger gefragt waren als in der Vergangenheit, erlebten andere einen regelrechten Boom. Sehr beliebt war der Mahlzeitendienst. Die Zahl der ausgelieferten Mahlzeiten stieg um fast 60 Prozent an.

Vermehrt zu Absagen kam es im Bereich Hauswirtschaft, insbesondere während der ersten Welle. Danach normalisierte sich die Auftragslage relativ rasch wieder, und oft wurden dann zusätzliche SPITEX-plus-Leistungen wie spezielle Reinigungsarbeiten dazu gebucht. Räber: «Die Zahlen zeigen deutlich, dass wir bei SPITEX plus im Vergleich zum Vorjahr zwar nur zehn Prozent mehr Umsatz generierten, jedoch doppelt so viele Einsätze hatten. Das bedeutet, dass wir viele Kurzeinsätze gemacht haben.»

Mehr Telefonkontakte in der Kleinkindberatung
Grosse Auswirkungen hatte die Corona-Pandemie im Jahr 2020 auf die Kleinkindberatung der Spitex Höfe. Anlässe und Kurse konnten nicht oder nur in beschränktem Rahmen stattfinden. «Zu Beginn der Pandemie waren zudem keine Hausbesuche oder Beratungen in den Gemeinden möglich, obwohl die Eltern sehr darauf angewiesen gewesen wären», so Räber. «Stattdessen griffen Mütter und Väter vermehrt auf Telefon- oder Videoberatungen zurück.»

Coronabedingt litt 2020 auch die Psyche der Menschen vermehrt. Es erweist sich deshalb als grosser Vorteil, dass die Spitex Höfe schon seit Längerem über ein umfassendes Angebot an ambulanten psychiatrischen Dienstleistungen verfügt.

Aufbau einer Fachstelle Demenz
Im November 2020 nahm Claudia Günzel ihre Tätigkeit als neue Geschäftsführerin auf. Als ausgewiesene Fachfrau in den Bereichen Projekt- und Change Management leitete sie bereits einige wichtige Prozesse ein. So wird das Dienstleistungsangebot stetig ausgebaut, damit die Spitex Höfe flexibel auf die Bedürfnisse der Klientinnen und Klienten reagieren kann. Unter anderem möchte sich die Spitex-Organisation zu einem kompetenten Ansprechpartner für die Begleitung und Pflege von Menschen mit einer Demenzerkrankung und zu einer Stütze für betreuende Angehörige entwickeln. «Diesem Aufgabenfeld gilt es in Zukunft ganz sicher vermehrt Beachtung zu schenken», sagt Günzel.

Für 2021 ist zudem geplant, das mittlerweile relativ gross gewordene Spitex-Team auf zwei Gebiete aufzuteilen. Dadurch können eine höhere Kontinuität in der Betreuung der Klientinnen und Klienten und eine Effizienzsteigerung durch kürzere Wege erreicht werden. 

Zurück